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Montag, 22. November 2010

Die Entwicklung der Energiemärkte bis 2030

In der Referenzprognose, wie auch in den Varianten mit Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke,
wird die Vorgabe der Energieeffizienzrichtlinie der EU eingehalten, zwischen 2008 und 2016 den Endenergieverbrauch um 9 % zu senken. Dies gelingt, weil Deutschland bereits frühzeitig Maßnahmen
zur effizienten Verwendung von Energie ergriffen hat.

Ebenso werden die Ziele für den Ausbau Erneuerbarer Energien nahezu erreicht oder gar leicht übertroffen.

Aufgrund der umfassenden politischen Förderung der Erneuerbaren Energien hat die verlängerte Kernenergienutzung praktisch keinen Einfluss auf die Anteile der Erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch, bei der Wärmeerzeugung und in der Stromerzeugung sowie bei den Biokraftstoffen.

Aufgrund der umfassenden politischen Förderung der Erneuerbaren Energien hat die verlängerte Kernenergienutzung praktisch keinen Einfluss auf die Anteile der Erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch, bei der Wärmeerzeugung und in der Stromerzeugung sowie bei den Biokraftstoffen.

Nicht erreicht wird das nationale Ziel, bis 2020 den Anteil des KWK-Stroms an der Stromerzeugung gegenüber 1990 auf 25 % zu verdoppeln, ebenso wenig wie das Ziel der „Verdopplung der Energieproduktivität“ zwischen 1990 und 2020.

Allerdings setzt dieses sehr ambitionierte Ziel für die Zeit von 2005 bis 2020 eine jährliche Steigerung der Energieproduktivität von rund 3 % voraus, während zwischen 1990 und 2008 im Schnitt lediglich 1,84 % erreicht wurden.

Vor dem Hintergrund eines derzeit schwindenden Beitrags heimischer Energieträger und zunehmender Klimaschutzanstrengungen schätzt die Energieprognose 2009 die Entwicklung von Angebot und Nachfrage nach Energie in Deutschland bis zum Jahr 2030 und unternimmt einen Ausblick auf 2050. Die im Rahmen der Energieprognose 2009 getroffenen quantitativen Aussagen sind dabei als eine wahrscheinliche Entwicklung
von Energieverbrauch und –versorgung in Deutschland zu verstehen, wenn die unterstellen energie- und klimapolitischen Rahmensetzungen und Maßnahmen ihre Wirkung entfalten und die Annahmen hinsichtlich
der Entwicklung unsicherer Einflussfaktoren, wie z. B. der Ölpreisentwicklung, eintreffen würden.

Es wird ein integrierter, modellgestützter Analyseansatz verfolgt, der die deutschen Energiemärkte als Teil des europäischen Energiesystems abbildet.Damit soll der Einbettung der deutschen Energieversorgung in den Europäischen Binnenmarkt ebenso Rechnung getragen werden wie der sachgerechten Erfassung der Wirkungen transnationaler, EU-weiter Regulierungsansätze, wie dem Europäischen Emissionshandelssystem.

Im Rahmen dieses integrativen Analyseansatzes werden zwei alternative Zukunftspfade der Energieversorgung in Deutschland analysiert, die sich lediglich in einem Punkt unterscheiden: Die Referenzprognose geht vom gesetzlich geregelten Kernenergieausstieg aus, wohingegen in zwei Varianten eine Verlängerung der Laufzeit der bestehenden deutschen Kernkraftwerke auf 40 bzw. 60 Jahre angenommen wird.

Zusätzliche Sensitivitätsanalysen dienen der Ermittlung von Auswirkungen der Variation zentraler Einflussgrößen, wie der demographischen oder wirtschaftlichen Entwicklung. Die für die Analysen wesentlichen Parameter werden auf Basis wissenschaftlich anerkannter empirischer Untersuchungsmethoden
bestimmt.

Die Energieprognose 2009 wurde begleitet von einem Kreis von Wissenschaftlern mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Modellierung und Szenarioanalyse. Aufgabe dieses wissenschaftlichen Begleitkreises war die unvoreingenommene methodische und inhaltliche Beratung. Im Vordergrund stand die Plausibilitätsprüfung der Prognose.

Quelle: Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER),
Universität Stuttgart

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